Voigtländer VAG

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Typ

Plattenkamera

Produktionsjahr

ca. 1923

Seriennummer

-

Objektiv

Voigtländer Anastigmat “Skopar” 1:4.5, 135mm

Format

9 cm x 12 cm

Film

Glasplatte 9 cm x 12 cm

Anzahl Bilder

1


Wie bin ich an die Kamera geraten?
Die Kamera habe ich mir über Kleinanzeigen beschafft. Das Angebot beinhaltete die passenden Träger für Glasplatten Negative. Ich nahm zunächst an, es würde sich um das gleiche Format wie bei der Voigtländer Avus handeln, sodass ich beide Kameras nutzen könnte. Leider hat diese Kamera ein größeres Format. Allerdings finde ich es weniger schlimm, da die Kamera selbst ihren Dienst tut und das ist in diesem Fall wesentlich wichtiger. 

Glücklich machte mich dann noch die Entdeckung, dass es bei Zebra Dry Plates die passenden Negative für meine Kamera gab. Ich habe mit ein 10er Pack davon bestellt. Ich muss sie noch testen, wollte aber vorher sichergehen, dass ich die Netgative irgendwo entwickeln lassen kann. Das hat sich leider als schwer herausgestellt und ich werde die Entwicklung wohl selbst machen müssen. Eine weitere Herausforderung der analogen Fotowelt, die ich annehme.

Update:
Da ich nach langem Suchen wirklich niemanden gefunden habe, der mir die Glasplatten entwickeln wollte, habe ich mich dem Thema selbst angenommen. 3 Negative sind im ersten Wurf entstanden, da ich einfach nicht mehr Kassetten besitze. Der gesamte Prozess (Laden der Kassetten, Belichten des Mediums und Entwicklung) war neu für mich. Mit dem Endergebnis bin ich aber zufrieden. 

Im Gegensatz zu den Filmen, die ich bisher verwendet habe (ISO 100-400) haben die Glasplatten einen ISO Wert von 2. Da meine Belichtungsmesser nicht für einen solchen Wert funktionieren, musste ich mir mittels App weiter helfen. Ein weiteres Problem bei so alten Kameras ist, dass die Mechaniken leicht verharzen. Einerseits aus diesem Grund, aber auch, weil die Belichtungszeiten nicht so exakt einstellbar waren, wie ich es gebraucht hätte, habe ich mich dann dazu entschlossen manuell zu belichten. Somit habe ich den Verschluss mittels Metronom (eingestellt auf 60BPM) für 3 Sekunden über einen Drahtauslöser betätigt. Nach der Entwicklung konnte ich 2 Negative benutzen. Das dritte Negativ ist einem Experiment zum Opfer gefallen, in dem ich versucht habe aus dem Negativ ein Positiv zu erstellen. Daran wird als nächstes weiter gearbeitet :)

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